Nachdem ich heute ein erneutes Mal über Marius Band Fugitive Dancer gestolpert bin, dachte ich mir auch den Jungs einen Eintrag zu widmen. Die drei studieren auch an der Hochschule Neu-Ulm und spielen n Mix aus Rock, Pop und Alternative. Sehr meldoisch wie ich meine. Einfach mal reinhören!
Ich habe mir sagen lassen, dass meine Texte zu lang sind. Deshalb gibts heute fast keinen. Zudem fordert man mehr Menschen auf den Bildern. Ein paar Menschen sind schon auf den Bildern, aber… ich möchte mich zwar nicht als Fotokünstler bezeichnen, trotzdem sollen manche Bilder auch einen gewissen künstlerischen Anspruch haben. Heute gibts deshalb mal ein paar Fotographien aus Ottawa. N bisschen Kultur, Mensch und Kunst.
Houses of Parliament, Ottawa
Zwischendurch noch ein paar Dinge, die man über die Hauptstadt Kanada wissen sollte:
Der Rideau Canal ist die größte Eisbahn der Welt.
In Ottawa findet das größte Tulpenfest der Welt statt.
Der erste Name von Ottawa war Bytown
Ottawa ist offiziell englisch- und französischsprachig.
Und zuletzt noch ein Foto aus der Kategorie: Jumping Canada!
Von wegen relaxtes Auslandssemester. Ich muss bis Donnerstag ne feine Case Study abgeben. Alleine das Lesen und die ersten Berechnungen haben mich die letzten 4 Stunden gekostet. Dabei gehts um einen Self-Made-Man, der sich fragt, ob er den Weg in die Selbstständigkeit wagen soll. Deshalb darf man in diesem Kurs alles einfließen lassen, was man im Laufe des Studiums gelernt hat. Buzzwords in diesem Zusammenhang sind. Product-Market Growth Matrix, Break-Even, ROI, Margin, Segmentation, Targeting, Position, Promotion, Price, Place, Product, und und und. Also, falls jemandem gerade langweilig ist: ich hätte da noch n paar Aufgaben abzugeben.
Um etwas Abwechslung in die Nacht zu bringen, reiche ich an dieser Stelle noch einmal ein Bild nach. Dieses ist auch in Montréal entstanden. Mehr gibts heute Nacht wohl nicht mehr!
Information des Tages: Flickr meldet: “Sie haben bald 200 Fotos hochgeladen. Um nicht nur die letzten 200 Fotos anzeigen zu können, sollte Sie ProMitglied werden.” Da ich nicht vorhabe dieses Abo abzuschließen, werden zukünftig nur noch die letzten 200 Bilder angezeigt. Ich glaube, dass sollte reichen. Wer genaueres sehen möchte, kann mich ja auch gern besuchen kommen. So, wie z.B. Marc. Den habe ich vor zwei Wochen in Montréal aufgegabelt.
Und da wären wir auch schon beim Thema. Montréal. Rund 7 Autostunden entfernt, in der Nachbarprovinz Quebec gelegen, befindet sich die recht europäische Stadt. Nicht nur das französisch Lingua Franca ist, auch die Häuser ähneln sich zunehmend. Es hat sich also bis zur Ostküste, naja, Montréal liegt schon fast am Atlantik (für kanadische Verhältnisse), rumgesprochen, dass Häuser aus Stein einfach haltbarer sind und das Bier nach Deutschen Reinheitsgebot deutlich interessanter schmeckt. Um dieses Annahme zu verifizieren, musste natürlich erst einmal in einer Brauerei gespeist werden. Kultur ist ein weiterer Aspekt, der hier bedeutend intensiver im Alltag vorhanden ist. Pubs mit Live-Musik, diverse Museen und Open-Air Theater sind hier allgegenwärtig.
Somit gings dann auch für uns beide Abende in Live-Bars. Nr. 1 führte uns in einen klassischen Live-Club. Das Gymnase. Kleine Bühne, kleine Bands, gute Musik. Beste Band des Abends: die Rubies. 2 californische Mädels mit 2 Background-Musikern. Würde gern die besten Stücke zum Download anbieten, aber ich glaube, da komme ich in teufels Küche. Schaut euch einfach mal den Link an.
Der zweite Abend war dann ehr Party Musik. Im Les Pierrots (“Die Spatzen”):
Das war wirklich ein riesen Spaß. Ca. 500 Gäste, also ausverkauft, fast alle tanzen. Da die meiste Zeit gecovert wird, ist der Geräuschpegel bei der betrunkenen Masse dementsprechend hoch.
Tagsüber präsentierte sich Montréal sehr unterschiedlich. Wurden wir am Samstag mit einer Mischung aus Dauerregen und kurzen Lichtblicken bestraft, so hatten wir am Sonntag deutlich besseres Wetter. Vom Mont Royal bot sich sogar ein recht imposanter Blick über ganz Downtown.
Nachdem wir eislaufen waren und eine Rundtour durch die Altstadt hinten uns hatten, sollte aber so langsam die Reise nach Ottawa, Kanadas Hauptstadt, beginnen.
Das ist aber auch echt so eine Sache mit diesen Blogs. Da schafft man es am Anfang ordentlich Bilder hochzuladen und regelmäßig Einträge zu schreiben, und dann überrollt einen von dem einen auf den anderen Tag der Alltag. Ein paar neue Bilder sind schon wieder online. Habe eigentlich viel, viel mehr. Aber sogar zum Runterladen komme ich kaum mehr. Aber das bedeutet gleichzeitig auch, dass mir nicht wirklich langweilig ist.
Mittlerweile bin ich insgesamt schon länger als zwei wunderschöne Monate hier. Es ist bereits Herbst. Nach dem der erste Monat vornehmlich durch Reisen ausgefüllt war, hat die Uni am 9.9 so richtig begonnen. Ich habe vier Kurse und müsste dementsprechend eigentlich nur 12 h auf dem Campus verbringen. Hier läuft das aber anders: Nicht nur, dass es insgesamt auch mehr Vorbereitung für die Vorlesungen bedarf, auch die Zeit vorher und nachher wird zumeist auf dem Campus verbracht. Freiwillig! Dies hat eine Reihe von Gründen: Universität ist hier er mit Leben und Familie gleichgesetzt. Wenn ich vorher (in Ulm) zurück in Wohnung gegangen bin, um in Ruhe zu arbeiten, bleibe ich eigentlich in Waterloo so lange es geht in der Uni. Denn Sofas sind nun mal nur in der Uni, zu Hause gibts nur unsere eine Sitzgruppe. Dazu ist mein handtaschengroßer Schreibtisch auch gerade keine Inspiration für Arbeitswunder. Zudem bieten die diversen Futtertempel und Freizeitmöglichkeiten zusätzliche Alternativen, den Tag unterhaltsam zu gestalten. Z.B. jeden Donnerstag Live Musik im Wilfs. Das ist eine Bar die wirklich mitten auf dem Campus liegt. Auch wenn hier noch so schön ist, habe ich es aber trotzdem in den vergangenen Wochen geschafft ein paar kleine Reisen anzutreten. Dazu später mehr, da ich euch davon auch ein paar Bilder zeigen möchte. Und ich bin erwachsen geworden: ich habe gelernt, dass es keinen Sinn macht, bereits die Übelkeit die bei den Busfahrten aufkommt im Vorfeld zu trainieren. Ich lasse mich sogar freiwillig in diese silbernen und gelben Ungetüme setzten und fahre für Stunden quer durch Ontario. Kurze Anekdote dazu: Diese wunderbaren gelben Schulbusse, konzipiert für Menschen bis 1,40 m, haben uns vor einiger Zeit Richtung Canadas Wonderland gefahren. Das war so ein spitzen Tag: Kind von 10 – bis 18°° Uhr. Ich bin noch nie so viele Achterbahnen zuvor gefahren. Highlights: Achterbahn zuerst vorwärts fahren und im Anschluss die selbe Strecke rückwärts.
Zweites Highlight: der Riese Behemoths: Trotz miserabler Wettervorhersage hatten wir Glück und nur n bisschen Niesel Regen ganz zum Schluss.
Weil keiner ewig lange Artikel lesen möchte, mache ich hier einfach mal einen Cut! An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass ich sehr regelmäßig meinen Status update. In der rechten Spalte könnt ihr also sehen, wo ich zur Zeit gerade bin und was für Aufgaben gerade anstehen!
Bei dem zusammentragen der 10 Kulturschockern sind mir doch noch glatt 2 entscheidene durch die Lappen gegangen. Es geht um den Pitcher. Wer jemals in den USA oder Kanada gewesen ist, weiß wovon ich spreche. Aber hierbei muss differenziert werden. Der Pitcher tritt zu zwei unterschiedlichen Gegebenheiten ins Rampenlicht.
1. Der hier abgebildete Milchpitcher gilt als essentiell. Wer jemals mit mir zusammengewohnt hat, weiß dass in mir eine verborgene Milchkuh schlummert. Der Verzehr von 1 l weißem Gold gehört da zum täglichen Ritual. Um so härter war es zu erfahren, dass die Milchbauern hier nicht so ausgebeutet werden, wie in der EU. Somit sollen die hier sogar davon leben können. Crazy people, crazy cows. Die Folge: Deutlich höhere Milchpreise, die ich wiederum auch nicht verstehe:
1 l Milch: 2 $
2 l Milch: 4,5 $
4 l Milch: 3,5 $.
Das macht mal überhaupt keinen Sinn, oder?!? Der einzige Unterschied ist, dass man bei dem 4-l Paket Milch in einer Art Müllbeutel kaufen muss. Um nicht aus diesem ausschenken zu müssen, wird der Pitcher unabdingbar.
2. Die zweite Version eines Pitchers findet hingegen Verwendung in den Pubs. Das soll mir mal einer erklären: da hat man Bier ausm Fass – schlimm genug, dass man dass danach im Kunststoffbecher trinken muss. Aber es davor noch in ein weiteres Plastikgefäß umfüllen zu müssen. Ein Arbeitsschritt zu viel, Geschmacksverlust selbstverständlich mit inbegriffen. Der einzige Vorteil sind rund 25 % Preisvorteil. Somit bin ich mittlerweile auch schon dran gewöhnt. Manchmal gehts eben schneller als man denkt.
Ich rege mich nicht mehr auf, …
1. dass ich nicht die Preise zahle, die ausgezeichneten sind. Schließlich werden nur die Netto-Preise genannt, die Brutto-Preise sind von Gut zu Gut und Staat zu Staat unterschiedlich. Das macht das ganze einfach undurchschaubar.
2. dass der Friseurbesuch nur dauert 8 min dauert (inkl. waschen, schneiden, legen). Für ein Lächeln ist keine Zeit – die nächsten Kunden sitzen bereits wie beim Arbeitsamt auf einer Stuhlreihe und scharren mit den Hufen. Dafür gabs wenigstens n echten Canadian Style.
3. dass ich ein Part-Time-Student bin und keiner (nicht einmal die Uni) weiß, wieso. Dadurch kostet jetzt jede Busfahrt 2,50 . Das motiviert immerhin sich zu bewegen.
4. dass ich den Duschstrahl nicht verändern kann und es eigentlich nur Vollgas bei Massagestrahl gibt. Folge: Nach spätestens 5 min wird der Duschvorgang beendet, da ansonsten der Duschstrahl ein Loch von der Brust bis zum Rücken bohrt.
5. dass es keine Taschentücher in 10er Packungen (Tempo-Größe) gibt. Die Alternative ist die handliche 100er Box für die Hinterntasche.
6. dass Wasser das doppelt von Cola kostet
7. dass Junkfood günstiger als jeder Supermarkt ist
8. dass sogar das Vollkornbrot die die Härte eines Marshmallows hat
9. dass keinen Fußgängerweg von der Bushaltestelle zum Kino, dafür aber 3 Auto-Spuren gibt
10. dass ich kein eigens Auto hier habe und deshalb mit schaukeligen Bussen fahren muss
Habe heute einen Koffer gekauft: Damit kann das Packen beginnen. Noch immer jede Menge Schnee. Heute letzte Nacht in "the Loo"! Stand:2 years ago
Warum hat jedes Fahrzeug das ein Schneeschild mit sich trägt es nicht einfach runtergeklappt? Gefühlte -20° lassen alles einfrieren...KALT! Stand:2 years ago
Stelle fest: Deutsche Busfahrer "sliden" weniger um die Kurve auf Schnee; zudem fehlt den deutschen Kirchen noch ein LED-Laufband. Kanada! Stand:2 years ago